| Aus der Chronik des BSC Düren 58
Der 26. August 1958 ist das Gründungsdatum
des Vereins. Dürens bester Billardspieler, Walter Decker, war
gleichzeitig Gastronom und Bierverleger. Er wurde zum Initiator seiner Wünsche
und suchte für sich und einen Billardclub eine Sportstätte. Er kaufte im
Grüngürtel ein bereits vorhandenes Lokal und baute dieses so um, dass
ein modernes, schönes Gasthaus entstand, worin auch ein
Karambolagebillard Platz hatte. Durch diesen Stadtteil erhielt der Verein
ehemals auch seinen Namen, Billard-Sport-Club-Düren-Grüngürtel 1958.
Seine Idee fand reichlich Nahrung in vielen Neuzugängen. Über 60
Mitglieder zählte damals der Club. Doch schon nach einem Jahr trennte
sich die Spreu vom Weizen. Manch einem schien diese Sportart zu
kompliziert und nur schwer erlernbar. Sie gaben das Unterfangen frühzeitig
auf. Für diejenigen, die dem jungen Verein die Treue hielten, begann eine
wunderschöne Zeit, zumal ein hervorragender Lehrmeister ständig vor Ort
war. Da der berühmt, berüchtigte Zahn der Zeit auch den BSC Düren 58
nicht verschonte, sind von einst nur noch wenige übrig geblieben.
Nach dem Tod von Walter Decker wurde
das Lokal verkauft. Der neue Eigentümer hielt unsere Sportart für wenig
lukrativ und gab dem Poolbillardspiel mehr Zukunft. Wir mussten uns eine
neue Bleibe suchen. Diese fanden wir auch in einem Nebentrakt der Grüngürtelschule.
Da sich so etwas nicht von Heute auf Morgen verwirklichen ließ, musste
man die beiden Billards so unterstellen, damit diese keinen Schaden
nehmen. Die Stadt Düren zeigte sich 4 Jahre lang großzügig bezüglich
der Kosten die durch Miete, Heizung und Stromverbrauch entstanden wären.
Dann entdeckte man, alle Räume dieses Gebäudes sind asbestverseucht. Sie
mussten saniert werden und das dauerte lange. Nach etwa 1 1/2 Jahren
teilte man uns mit, dort ist auf die Dauer kein Platz für euch. Ein
Kindergarten sollte gebaut werden und es stand uns erneut ein Umzug bevor.
Als ob das so einfach wäre, da keine geeigneten Räumlichkeiten in
Aussicht waren.
Ein guter Freund und langjähriges
Mitglied, hatte seine berufliche Tätigkeit bei der Tennisgesellschaft „
Rot Weiß „ in Düren. Hier gab es einen Raum, der nicht genutzt wurde
und auch groß genug für unseren Sport war. Seiner Führsprache haben wir
es zu verdanken, dass man dort einziehen konnte. Allerdings hatte dies
eine Namensänderung zur Folge. Fortan fehlt der Hinweis auf den Gründerort,
Grüngürtel. So entstand der Billard-Sport-Club Düren 1958 .
Doch der nächste Schreck meldete sich
an. Durch die Astbestsanierung durfte niemand in den bisherigen
Billardraum. Als es schließlich soweit war mussten wir feststellen, das
gesamte Inventar, außer der beiden Billards, ist nichts mehr vorhanden.
Die beiden Billardtische selbst waren stark beschädigt und so nicht
bespielbar. Es gab zwar von seitens der Versicherung ( Stadt Düren ) eine
Entschädigung, da diese lediglich nur einen Schätzwert darstellte, kam
der Club nie auf seine Kosten.
Jetzt war die Initiative der wenigen,
übriggebliebenen Mitglieder erneut gefragt. Wir hatten uns geschworen,
aufgeben darf kein Thema sein. Viele Vereine aus Düren gab es schon nicht
mehr und diesem Schicksal wollten wir nicht folgen.
Mit Stolz dürfen wir heute auf unsere
Sportstätte, in den Räumen der Dürener Tennisgesellschaft „ Rot Weiß
„ verweisen. Was zur allgemeinen Zufriedenheit fehlt, sind junge,
billardinteressierte Mitglieder. Alle Bemühungen sind bis dato erfolglos
geblieben, ob Inserate in der Presse oder durch den Sender „ Radio Rur
„. Auch Versuche an verschiedenen Schulen blieben ohne Resonanz, ebenso
Wurfsendungen, noch ein „ Tag der offenen Tür ".
Hoffen wir, was lange währt, wird
endlich gut.
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