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Herzlich Willkommen beim Billard Kreisverband 1931 Düren e.V. |
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Chronik Die AnfängeEiner alten Chronik
zufolge hatte man in Düren, bevor der erste Billardclub gegründet wurde, Schon um 1885 waren
in manchen Häusern Billardzimmer eingerichtet. Auch die Mitglieder der
damaligen „Harmonie“ pflegten das Billardspiel, auch wenn das Material für
heutige Begriffe denkbar schlecht war. Über den Rang einer gewissen Hoffähigkeit
oder Gesellschaftsfähigkeit kam das Billardspiel allerdings nicht hinaus. Schüler der höheren Schulen Dürens, im Volksmund „De Studente“ genannt, spielten mit Vorliebe im Lokal Klug in Distelrath. Vom Tertianer bis zum Sekundaner wurde eifrig gespielt. Nach dem ersten
Weltkrieg wurde der Gedanke an eine Vereinsgründung in Düren immer stärker.
Es bildeten sich die Vereine in Gürzenich, Rölsdorf und Düren. Der erste
Verein, der dem Deutschen Billard Bund beitrat, war der Billard Sportclub ( BSC
) Düren 25. Die ersten Dann im Jahre 1931
war es endlich so weit. Der Billard Kreisverband Düren ( BKVD ) wurde Heute würde man diese Meisterschaften als Bundesmeisterschaften bezeichnen, da diese Turniere auf dem kleinen Billardtisch ausgetragen wurden. Die NachkriegszeitDer zweite Weltkrieg vernichtete sämtliche 32 in Düren stehende Billardtische. Erst lange nach Kriegsende konnte im Hotel Germania wieder ein Billard aufgestellt werden. Nach und nach gründeten sich neue Billardvereine. So als erster der BSC Düren Ost 1949. Es folgten 1953 der BSC Birkesdorf, 1958 der BSC Düren Grüngürtel und im Jahre 1960 der BSC Derichsweiler. Die Vereine Girbelsrath, Arnoldsweiler, Winden und Merzenich schlossen sich in den Jahren 1962 bis 1970 dem Billard Kreisverband Düren (BKVD) an. Im Jahre 1972 folgte Zülpich und 1973 Drove. Die Billardfreunde (Bf) Düren gründeten sich 1975 und 1984 war das Gründungsjahr der Billardfreunde Bad Münstereifel. Ein nur kurzes Gastspiel im BKVD gaben die Vereine Düren Kruuschberg und Euskirchen in den 60er Jahren. Leider gibt es aus der direkten Nachkriegszeit wenig zu berichten. Genau so wie aus der Zeit vor dem Krieg liegen dem Chronisten nur spärliche Angaben vor. Man nimmt an, dass vorhandene Unterlagen ein Opfer des Krieges oder eines späteren Brandes wurden. Bekannt ist allerdings, dass es der BSC Düren 25 war, der 1959 als erster Sportverein in Düren mit dem Billardclub aus der Partnerstadt Valenciennes einen Freundschaftskampf austrug. Die großen EreignisseAb dem Jahre 1959 war man im Billard Kreisverband Düren in der Lage, Meisterschaften auszurichten. Der Bundesmeisterschaft ( BM ) Freie Partie 3. Klasse folgte 1961 die BM Freie Partie 1. Klasse und im Jahre 1963 die BM der B-Jugend in Birkesdorf. Die erste größere Meisterschaft wurde dann schon ein Jahr später ausgerichtet. In der Stadthalle Düren fand die Europameisterschaft ( EM ) im Cadre 47/ 1 statt. Es folgten von 1966 bis 1968 die BM Cadre 35/ 2 für Mannschaften, das 3Länder-Jugend - Turnier und die Deutsche Meisterschaft im Neo-Cadre 47/ 2. Im Jahre 1968 dann das große Ereignis schlechthin. In der Stadthalle Düren fand die Weltmeisterschaft in der Disziplin Dreiband statt. Spieler aus Deutschland wie Gerd Tiedtke und Ernst Rudolph trafen hier auf den Titelverteidiger Ceulemans sowie auf Teilnehmer aus Österreich, Frankreich, Belgien, USA und Argentinien. Unvergessen der Geheimfavorit Ogata aus Japan. In einem Lehrgang für Schiedsrichter, unter der Leitung von Josef Bücken, waren einige Spieler aus den Kreisverbänden Düren und Aachen geschult worden. Und es kamen aus den Dürener Vereinen die Spieler Lambert Muhr, Arnold Thönessen, Helmut Schwanz, Bernd Hamacher und Josef Glasmacher als Schiedsrichter zum Einsatz. Erstmalig auch, das eine kleine Kreisstadt, Ausrichtungsort einer derartigen Meisterschaft wurde, kamen für solche Großereignisse bis dato doch nur Weltstädte in Frage. So kann man die Ausrichtungs - Chronik der Dreiband Weltmeisterschaft auch heute noch voller Stolz und Freude betrachten : 1966 Buenos Aires 1967 Lima 1968 Düren 1969 Tokio 1970 Las Vegas 2 Jahre später im Jahre 1970 war man Ausrichter der Bundesmeisterschaft Cadre 35/ 2 1. Klasse in Arnoldsweiler. Es folgten die Deutschen Juniorenmeisterschaft und die BM Cadre 35/ 2 1. Klasse im Jahre 1972. Letztere fand in Gürzenich zum 50jährigen Bestehen des BSC Eintracht Gürzenich statt. Teilnehmer waren der Aachener Josef Bücken und der Dürener Heinz Cremer. Im Jahre 1973 ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Billard Kreisverband Düren. Man war Ausrichter der Deutschen Jugendmeisterschaft verbunden mit dem anschließenden Turnier „van Beem-Pokal“. Die Jugendmeisterschaft wurde in 8 Klassen der Freien Partie ausgetragen, und so standen zur Eröffnung auch 8 Billardtische in der Birkesdorfer Festhalle. Zur damaligen Zeit ein noch nie da gewesenes Ereignis. Nach einer Idee des Jugendsportwartes Herbert Becker waren aus 8 verschiedenen Dürener Vereinen die Billardtische unter großem Aufwand in die Ausrichtungsstätte geschafft worden. Unter den 40 Teilnehmern, die um den Titel kämpften, waren auch 5 Spieler des Billard Kreisverband Düren. Qualifiziert hatten sich Martin Faßbender, Karl-Heinz Netten, Max-Dietmar Schmülgen, Karl-Heinz Laaf und Bruno Reuter. Nur 2 Jahre später das fünfte Billard-Großereignis. Diese Meisterschaft mit 12 Teilnehmern aus 11 Ländern wurde vom ZDF in 7 Länder übertragen. Schirmherr dieser 6tägigen Veranstaltung waren Bürgermeister Vogt und Stadtdirektor Dr. Lentz. Titelverteidiger Ceulemans siegte ungeschlagen mit einem Generaldurchschnitt von 1,369 Points vor Scherz und Vierat. An der Siegerehrung am Sonntag nahmen 650 begeisterte Zuschauer teil, die dem Belgier wahre Ovationen entgegenbrachten. Herbert Faßbender, Präsident der Deutschen Billardunion, bezeichnete die Organisation dieser EM als eine hervorragende Leistung. Die Spieler, die vielen Besucher, alle waren sich einig, ein dickes Lob für die Organisation. Bürgermeister Vogt sagte es recht treffend in seiner kurzen Ansprache: „Hoffentlich haben wir bald wieder eine so großartige Veranstaltung in Düren, hier stimmte alles. Nicht nur für den Billardsport sei diese Veranstaltung eine Werbung gewesen, sondern auch für die Stadt Düren. Hierzu hätten die Spieler, aber vor allem die vielen Helfer des BKVD beigetragen. In der nachfolgenden Zeit bis 1982 war Raymond Ceulemans noch zweimal in Düren zu Gast. Zuerst 1979 bei einer Dreiband Demonstration in Gürzenich und dann 1982 zum 60jährigen Bestehen des BSC Eintracht Gürzenich. Mit seinem Freund Raymond Steylaerts, Weltmeister im Kunststoss, begeisterte er die 300 Zuschauer im vollbesetzten Saale des Vereinswirtes vom BSC Gürzenich, Franz Schulz. „Die besten Billardspieler der Welt in Düren am Start. In der kommenden Woche sind in Düren Fingerspitzengefühl, Geduld und starke Nerven gefragt, wenn die vier Spitzenspieler im Dreiband sich mit Ball und Bande versuchen, und Billardfreunde aus aller Welt dem Jubiläums-Weltcup des Deutschen Billard-Bundes entgegenfiebern.“ Dieses Superturnier, über das die Sportschau und das Aktuelle Sportstudio berichteten, fand in dem 23jährigen Blomdahl einen souveränen Sieger. Zeitgleich mit dem Turnier trafen sich die Vertreter des Europäischen Verbandes und des Deutschen Billardbund zu einer Präsidiumssitzung. Anschließend begann der Kongress des Europäischen Billardverbandes in der Stadthalle. Danach am Abend fand für Delegierte und Sportler der Festakt mit anschließendem Ball statt. Im Jahre 1991, fünf Jahre nach diesem Großereignis, konnte der BKVD sich dann selber feiern. Im Hotel Germania wurde das 60jährige Bestehen gebührend begangen. Nach dem Festkommers am Morgen folgte am Abend das Kreissiegerfest mit einem bunten Programm, Tombola und Tanz. Viel Anklang fand auch die Dokumentation über den BKVD mit Fotos und Texten der vergangenen 60 Jahre. Die StadtmeisterSchon 1931, sofort
nach der Gründung des Billard Kreisverbandes Düren, wurden
Stadtmeisterschaften ausgerichtet. Allerdings, so vermutet der Chronist, wurden
diese Meisterschaften in der Freien Partie ausgetragen, da das Dreibandspiel zu
dieser Zeit noch keine große Rolle spielte. Martin Faßbender, der Mitbegründer
des BSC Düren 25 war es, der von 1931 bis 1947 neunmal den Titel des
Stadtmeisters erringen konnte. Erst im Jahre 1973
wurde durch den damaligen Kreissportwart Bernd Hamacher die Stadtmeisterschaft
wieder ins Leben gerufen. Bis zum heutigen Tage wird diese Meisterschaft in der
Disziplin Dreiband ohne Aufnahmebegrenzung bis 30 Points gespielt. Erster Stadtmeister
wurde Hans Schnitzler vom BSC Düren 25 mit dem für heutige Verhältnisse
bescheidenen Generaldurchschnitt von 0,506 Points. Er besiegte Walter Marx In den folgenden
Jahren wurde die Stadtmeisterschaft dann zu einer Domäne von Josef Farle Helmut Schwanz vom
BSC Zülpich wurde dann Stadtmeister der ersten offenen Meisterschaft und konnte
diesen Titel in den Jahren 1983 und 1984 noch zweimal erringen. Josef Farle
konnte in den folgenden Jahren noch fünfmal den Wanderpokal in Empfang nehmen
und ist mit insgesamt 9 Titeln unerreicht. Auf dem besten Wege, diesen Rekord
einmal zu brechen, ist der junge Jörg Undorf vom BC Winden, der bereits viermal
Meister werden konnte und die letzten 2 Turniere 2004 und 2005 gewann. Jörg
Undorf ist auch Inhaber von 2 Rekorden innerhalb dieser Meisterschaft. Im Jahre
2004 spielte er den höchsten GD mit 1, 685 und schon 1999 die höchste Serie
von 15 Points. Rekordhalter der besten Partie ist der dreimalige Titelträger
Helmut Bläser vom BSC Merzenich mit 3,750 Points aus dem Jahre 2004. Waren in früheren Jahren Partien über 1,000 Points eine Seltenheit, so spielten bei der letzten Meisterschaft bereits 8 von 16 Teilnehmern eine Partie über 1,200 Points. Die Stadtmeisterschaft wird im Jubiläumsjahr zum 33.mal ausgetragen und ist, wie jedes Jahr, ein Höhepunkt der Spielsaison. Die Bundesliga und der Pokal„Sprung in die 2.
Liga“ „BSC Merzenich
schafft kleine Sensation“ So berichtete die Dürener
Presse im Jahre 2001 über den Aufstieg der Merzenicher Billardspieler in die 2.
Bundesliga. Heinz Rosenbaum, Thomas Coenen, Helmut Bläser und Walter Marx verhalfen dem BSC Merzenich zum größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Heute spielt der Club zwar in anderer Besetzung, aber immer noch erfolgreich in dieser schweren Liga. Nicht ganz so positiv
war der Aufenthalt in der 2. Bundesliga für den BC Winden. Zwar schaffte er
2004 die Qualifikation, aber ein Jahr später erfolgte schon wieder der Abstieg. Die
Jugend
Anders
als beim Fußball oder Tennissport sind große Mitgliederzahlen von Jugendlichen
beim Karambol-Billard eher eine Seltenheit. Billard kann zwar faszinierend sein,
ist aber eine Randsportart. Jeder Jugendliche, der für diesen Sport geworben wird, kann eine Bereicherung für
jeden Verein sein. Durch intensives Training und weiter fördernde Maßnahmen können
diese jungen Menschen nicht nur sportliche Erfolge erzielen, sondern darüber
hinaus einmal wertvolle Mitglieder einer Gemeinschaft werden. Bis
dahin ist meistens ein langer Weg, allzu oft führen Umleitungen und Sackgassen
nicht zum Ziel. Zu vielseitig sind heute die Freizeitangebote, die das Interesse
beeinflussen. Im
Billard-Landesverband Mittelrhein, der in die 4 Kreisverbände Aachen,
Heinsberg, Köln-Bonn und Düren gegliedert ist, hat der Kreisverband Düren in
der Jugendarbeit immer eine wichtige Rolle gespielt. In
jeder Saison spielen die Jugendlichen um den Sieg bei Kreis-, Stadt- oder
Landesmeisterschaften. Darüber hinaus konnten sich Spieler unseres Verbandes für
die Teilnahme an Deutschen Meisterschaften qualifizieren. So
nahmen in den Jahren 1993 bis 2003 die Jugendspieler Björn Bauer, Guido
Beelitz, Jörg
Undorf, vom BC Winden, war mit dem Erringen der Bronzemedaille
im Jahre 1993, in der Disziplin Freie Partie, Jugendliche bis 15 Jahre,
der Erfolgreichste. In den Jahren 1997 Die
Berufung in die Auswahlmannschaft des Mittelrheins war für die Spieler Guido
Beelitz, Beim
Bundes-Länder-Jugend-Turnier in den Jahren 1993, 1995 und 1996 wurden ein 3.,
4. und 6. Platz erreicht. Die
Vereine
Bei der Europameisterschaft 1979 zählte der Billard Kreisverband Düren noch 15 Mitgliedervereine. Als im Jahre 1991 die Deutsche Billardunion die Struktur der Mitgliederbeiträge änderte, kamen viele kleinere Vereine in finanzielle Schwierigkeiten. Obwohl
die mitgliederstärksten Clubs über längere Zeit unterstützend eingriffen,
blieben doch einige Vereine nach und nach auf der Strecke. Heute, im Jubiläumsjahr
2006, zählt der BKVD ca. 250 Mitglieder, die in sieben Vereinen beheimatet
sind, und zwar: Spielten
die Clubs früher überwiegend in Gaststätten, so ist man heute in der
erfreulichen Lage, in kommunalen Einrichtungen oder anderen separaten Räumen in
Ruhe zu trainieren, Die, die wir nicht vergessen solltenUnzertrennlich mit
dem BKVD verbunden ist der Name Faßbender. Wenn jemand 25 Jahre
an der Spitze eines Verbandes steht, darf man annehmen,
dass er eine gut Arbeit geleistet hat. Als Kaspar Herper 1989 nach seiner
langen Amtszeit seinen Vorsitz niederlegte, wurde er für seine Verdienste zum
Ehrenvorsitzenden des BKVD ernannt. Vorstandsmitglied
Lambert Muhr nahm die Ehrung vor
und überreichte Urkunde und Plakette. Wenn wir die Zeit in
die 50- bis 60er Jahre zurückdrehen, so finden wir hier Namen, die einigen
Billardspielern der heutigen Zeit noch bekannt sind. Ohne die Nennung dieser
Persönlichkeiten wäre diese Niederschrift unvollständig, und so hat sich der
Chronist bemüht, Sie alle haben den Werdegang des BKVD positiv beeinflusst und werden in unserer Erinnerung immer eine würdigen Platz einnehmen. Die Funktionäre„Willst Du froh und
glücklich sein, meide alle Ämter im Verein.“ Hätten die
Mitglieder des Billard Kreisverbandes Düren in der Vergangenheit nach diesem
Motto gehandelt, würden sie heute wohl kaum das 75jährige Jubiläum feiern können. Immer hat es
Billardfreunde gegeben, die zum Wohle des Sports Arbeit und Verantwortung übernommen
haben. In den vergangenen 75 Jahren gab es dafür viele positive Beispiele. Einige Mitglieder
sind über 20 Jahre im Amt, und alle verdienen unseren Dank und unseren Respekt.
Auch der Vorstand im Jubiläumsjahr besteht aus Billardspielern, die schon
einige Jahre die Doppelbelastung VEREIN UND KREISVERBAND auf sich genommen
haben. Dieser Vorstand, in
Zusammenarbeit mit einigen Vereinsmitgliedern, hat sich große Mühe gegeben,
dieses Jubiläum zu einem schönen und freudigen Ereignis werden zu lassen. Möge dieses Fest dazu dienen, den Zusammenhalt innerhalb unseres Kreisverbandes weiterhin zu stärken, damit wir auch in den nächsten Jahren hoffnungsvoll und zuversichtlich nach vorne blicken können. Diese Chronik wurde von Bernd Hamacher zum 75-jährigen unseres Kreisverbands erstellt und in unserer Festschrift veröffentlicht. VIELEN DANK an dich, Bernd. 20.September 2007 Berthold Becker
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