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Chronik

Die Anfänge

Einer alten Chronik zufolge hatte man in Düren, bevor der erste Billardclub gegründet wurde, in Privatkreisen fleißig dem Spiel mit den drei Kugeln gehuldigt.

Schon um 1885 waren in manchen Häusern Billardzimmer eingerichtet. Auch die Mitglieder der damaligen „Harmonie“ pflegten das Billardspiel, auch wenn das Material für heutige Begriffe denkbar schlecht war. Über den Rang einer gewissen Hoffähigkeit oder Gesellschaftsfähigkeit kam das Billardspiel allerdings nicht hinaus.

Schüler der höheren Schulen Dürens,  im Volksmund „De Studente“ genannt, spielten mit Vorliebe im Lokal Klug in Distelrath. Vom Tertianer bis zum Sekundaner wurde eifrig gespielt.

Da es in Düren noch keine Vereine gab, schlossen sich einige Billardspieler dem im Jahre 1908 gegründeten Kölner Billardclub an. Allwöchentlich fuhren die Dürener einmal nach Köln, um ihrem Sport zu frönen. Spieler wie August Hahn, Mathias Veith, Jakob Hünerbein, Michael Rixen, Josef Volles und später auch Martin Faßbender konnten dadurch ihr Wissen und Können vervollständigen.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Gedanke an eine Vereinsgründung in Düren immer stärker. Es bildeten sich die Vereine in Gürzenich, Rölsdorf und Düren. Der erste Verein, der dem Deutschen Billard Bund beitrat, war der Billard Sportclub ( BSC ) Düren 25. Die ersten Turniere wurden ausgetragen, so unter anderem das Städtespiel Düren – Rheydt im Jahre 1927. Auch fanden in Köln, Aachen, Solingen, Düsseldorf,  Elberfeld und Mönchengladbach Freundschaftsturniere statt.

Dann im Jahre 1931 war es endlich so weit. Der Billard Kreisverband Düren ( BKVD ) wurde gegründet. Martin Faßbender wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt und bekleidete dieses Amt bis 1947. Die Kurve der Spielfreudigkeit schnellte immer mehr nach oben, und so bildeten sich immer mehr neue Vereine wie der BSC Rurland, der BSC Durania und der BSC Düren Nord. Auch im Dürener Land blieb man nicht müßig. Niederau, Lendersdorf, Gey und Elsdorf gründeten Billardclubs. Der Billard Kreisverband Düren bewarb sich um Ausrichtungen, und schon im Jahre 1937 richtete man die Deutsche Meisterschaft der 1.  Klasse und 1938 die Deutsche Meisterschaft Cadre 35/ 2 im Saale Klein Tivoli aus.

Heute würde man diese Meisterschaften als Bundesmeisterschaften bezeichnen, da diese Turniere auf dem kleinen Billardtisch ausgetragen wurden.

Die Nachkriegszeit

Der zweite Weltkrieg vernichtete sämtliche 32 in Düren stehende Billardtische. Erst lange nach Kriegsende konnte im Hotel Germania wieder ein Billard aufgestellt werden.

Nach und nach gründeten sich neue Billardvereine. So als erster der BSC Düren Ost 1949. Es folgten 1953 der BSC Birkesdorf, 1958 der BSC Düren Grüngürtel und im Jahre 1960 der BSC Derichsweiler.  Die Vereine Girbelsrath, Arnoldsweiler, Winden und Merzenich schlossen sich in den Jahren 1962 bis 1970 dem Billard Kreisverband Düren (BKVD) an. Im Jahre 1972 folgte Zülpich und 1973 Drove. Die Billardfreunde (Bf) Düren gründeten sich 1975 und 1984 war das Gründungsjahr der Billardfreunde  Bad Münstereifel. Ein nur kurzes Gastspiel im BKVD gaben die Vereine Düren Kruuschberg und Euskirchen in den 60er Jahren.

Leider gibt es aus der direkten Nachkriegszeit wenig zu berichten. Genau so wie aus der Zeit vor dem Krieg liegen dem Chronisten nur spärliche Angaben vor. Man nimmt an, dass vorhandene Unterlagen ein Opfer des Krieges oder eines späteren Brandes wurden. Bekannt ist allerdings, dass es der BSC Düren 25 war, der 1959 als erster Sportverein in Düren mit dem Billardclub aus der Partnerstadt Valenciennes einen Freundschaftskampf austrug.

Die großen Ereignisse

Ab dem Jahre 1959 war man im Billard Kreisverband Düren in der Lage, Meisterschaften auszurichten. Der Bundesmeisterschaft ( BM ) Freie Partie 3. Klasse folgte 1961 die BM Freie Partie 1. Klasse und im Jahre 1963 die BM der B-Jugend in Birkesdorf.

Die erste größere Meisterschaft wurde dann schon ein Jahr später ausgerichtet. In der Stadthalle Düren fand die Europameisterschaft ( EM ) im Cadre 47/ 1 statt. Es folgten von 1966 bis 1968 die BM  Cadre 35/ 2 für Mannschaften, das 3Länder-Jugend - Turnier und die Deutsche Meisterschaft  im  Neo-Cadre 47/ 2.

Im Jahre 1968 dann das große Ereignis schlechthin. In der Stadthalle Düren fand die Weltmeisterschaft in der Disziplin Dreiband statt. Spieler aus Deutschland wie Gerd Tiedtke und Ernst Rudolph trafen hier auf den Titelverteidiger Ceulemans sowie auf Teilnehmer aus Österreich, Frankreich, Belgien, USA und Argentinien. Unvergessen der Geheimfavorit Ogata aus Japan. In einem Lehrgang für Schiedsrichter, unter der Leitung von Josef Bücken, waren einige Spieler aus den Kreisverbänden Düren und Aachen geschult worden. Und es kamen aus den Dürener Vereinen die Spieler Lambert Muhr, Arnold Thönessen, Helmut Schwanz, Bernd Hamacher und Josef Glasmacher als Schiedsrichter zum Einsatz.

  Die 5 Tage der Weltmeisterschaft im April 1968 waren nicht nur für den BKVD von großer Bedeutung. Erstmalig fand in der Stadt Düren eine WM auf sportlicher Ebene statt.

Erstmalig auch, das eine kleine Kreisstadt, Ausrichtungsort einer derartigen Meisterschaft wurde, kamen für solche Großereignisse bis dato doch nur Weltstädte in Frage. So kann man die Ausrichtungs - Chronik der Dreiband Weltmeisterschaft auch heute noch voller Stolz und Freude betrachten :

1966    Buenos Aires

1967    Lima

1968    Düren

1969    Tokio

1970    Las Vegas

2 Jahre später im Jahre 1970 war man Ausrichter der Bundesmeisterschaft Cadre 35/ 2 1. Klasse in Arnoldsweiler. Es folgten die Deutschen Juniorenmeisterschaft und die BM Cadre 35/ 2  1. Klasse im Jahre 1972. Letztere fand in Gürzenich zum 50jährigen Bestehen des BSC Eintracht Gürzenich statt. Teilnehmer waren der Aachener Josef Bücken und der Dürener Heinz Cremer. Im Jahre 1973 ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Billard Kreisverband Düren. Man war Ausrichter der Deutschen Jugendmeisterschaft verbunden mit dem anschließenden Turnier „van Beem-Pokal“.

Die Jugendmeisterschaft wurde in 8 Klassen der Freien Partie ausgetragen, und so standen zur Eröffnung auch 8 Billardtische in der Birkesdorfer Festhalle. Zur damaligen Zeit ein noch nie da gewesenes Ereignis. Nach einer Idee des Jugendsportwartes  Herbert Becker waren aus 8 verschiedenen Dürener Vereinen die Billardtische unter großem Aufwand in die Ausrichtungsstätte geschafft worden. Unter den 40 Teilnehmern, die um den Titel kämpften, waren auch 5 Spieler des Billard Kreisverband Düren. Qualifiziert hatten sich Martin Faßbender, Karl-Heinz Netten, Max-Dietmar Schmülgen, Karl-Heinz Laaf und Bruno Reuter.

Im Jahre 1975 war der BKVD Ausrichter des 4 „Städte-Turniers“ und 1977 folgte mit der Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft Cadre  47/ 1, wieder in der Festhalle Birkesdorf, die vierte Großveranstaltung in der Stadt Düren. 10 Teilnehmer in 2 Gruppen hatten sich qualifiziert. Neben dem Titelverteidiger Dieter Müller aus Berlin war die gesamte Deutsche Elite wie Klaus Hose, Thomas Wildförster, Günther Siebert und Wolfgang Zenkner vertreten. Nach 4 Tagen hervorragendem Billardsport hieß der Überraschungssieger Thomas Wildförster vor Hose und Müller.

Nur 2 Jahre später das fünfte Billard-Großereignis.

Diese Meisterschaft mit 12 Teilnehmern aus 11 Ländern wurde vom ZDF in 7 Länder übertragen. Schirmherr dieser 6tägigen Veranstaltung waren Bürgermeister Vogt und Stadtdirektor Dr. Lentz. Titelverteidiger Ceulemans siegte ungeschlagen mit einem Generaldurchschnitt von 1,369 Points vor Scherz und Vierat. An der Siegerehrung am Sonntag nahmen 650 begeisterte Zuschauer teil, die dem Belgier wahre Ovationen entgegenbrachten.

Herbert Faßbender, Präsident der Deutschen Billardunion, bezeichnete die Organisation dieser EM als eine hervorragende Leistung. Die Spieler, die vielen Besucher, alle waren sich einig, ein dickes Lob für die Organisation. Bürgermeister Vogt sagte es recht treffend in seiner kurzen Ansprache: „Hoffentlich haben wir bald wieder eine so großartige Veranstaltung in Düren, hier stimmte alles. Nicht nur für den Billardsport sei diese Veranstaltung eine Werbung gewesen, sondern auch für die Stadt Düren. Hierzu hätten die Spieler, aber vor allem die vielen Helfer des BKVD beigetragen.

In der nachfolgenden Zeit bis 1982 war Raymond Ceulemans noch zweimal in Düren zu Gast.

Zuerst 1979 bei einer Dreiband Demonstration in Gürzenich und dann 1982 zum 60jährigen Bestehen des BSC Eintracht Gürzenich. Mit seinem Freund Raymond Steylaerts, Weltmeister im Kunststoss, begeisterte er die 300 Zuschauer im vollbesetzten Saale des Vereinswirtes vom BSC Gürzenich, Franz Schulz.

ARD, ZDF, SAT1 und RTLplus hatten sich angesagt. Nach längerer Zeit fand in der Kreisstadt wieder ein sportliches Großereignis statt. Man war im Jahre 1986, und die Presse schrieb:

„Die besten Billardspieler der Welt in Düren am Start. In der kommenden Woche sind in Düren Fingerspitzengefühl, Geduld und starke Nerven gefragt, wenn die vier Spitzenspieler im Dreiband sich mit Ball und Bande versuchen, und Billardfreunde aus aller Welt dem Jubiläums-Weltcup des Deutschen Billard-Bundes entgegenfiebern.“

Zum 75jährigen Bestehen des DBB spielten in der Stadthalle Düren Torbjorn Blomdahl aus Schweden, Raymond Ceulemans aus Belgien, Nobuaki Kobayashi aus Japan und Dieter Müller aus Berlin um die Ehre und um ein Preisgeld von 20.000,--DM.

Dieses Superturnier, über das die Sportschau und das Aktuelle Sportstudio berichteten, fand in dem 23jährigen Blomdahl einen souveränen Sieger. Zeitgleich mit dem Turnier trafen sich die Vertreter des Europäischen Verbandes und des Deutschen Billardbund zu einer Präsidiumssitzung. Anschließend begann der Kongress des Europäischen Billardverbandes in der Stadthalle. Danach am Abend fand für Delegierte und Sportler der Festakt mit anschließendem Ball statt.

Man kann mit Fug und Recht sagen: In diesen Tagen war die Stadt Düren der Nabel der Europäischen Billardwelt.                       

Im Jahre 1991, fünf  Jahre nach diesem Großereignis, konnte der BKVD sich dann selber feiern. Im Hotel Germania wurde das 60jährige Bestehen gebührend begangen. Nach dem Festkommers am Morgen folgte am Abend das Kreissiegerfest mit einem bunten Programm, Tombola und Tanz. Viel Anklang fand auch die Dokumentation über den BKVD mit Fotos und Texten der vergangenen 60 Jahre.  

Die Stadtmeister

Schon 1931, sofort nach der Gründung des Billard Kreisverbandes Düren, wurden Stadtmeisterschaften ausgerichtet. Allerdings, so vermutet der Chronist, wurden diese Meisterschaften in der Freien Partie ausgetragen, da das Dreibandspiel zu dieser Zeit noch keine große Rolle spielte. Martin Faßbender, der Mitbegründer des BSC Düren 25 war es, der von 1931 bis 1947 neunmal den Titel des Stadtmeisters erringen konnte.

Erst im Jahre 1973 wurde durch den damaligen Kreissportwart Bernd Hamacher die Stadtmeisterschaft wieder ins Leben gerufen. Bis zum heutigen Tage wird diese Meisterschaft in der Disziplin Dreiband ohne Aufnahmebegrenzung bis 30 Points gespielt.

Erster Stadtmeister wurde Hans Schnitzler vom BSC Düren 25 mit dem für heutige Verhältnisse bescheidenen Generaldurchschnitt von 0,506 Points. Er besiegte Walter Marx vom BSC Birkesdorf mit 30 : 24.

In den folgenden Jahren wurde die Stadtmeisterschaft dann zu einer Domäne von Josef Farle vom BSC Düren Ost. Von 1974 bis 1979 konnte er viermal den Titel erringen. Ab dem Jahre 1980 wurde dieses Turnier dann als offene Meisterschaft ausgetragen. Waren bis dato nur die Stadtvereine teilnahmeberechtigt, so konnten nun auch die anderen Vereine des Kreises in das Geschehen eingreifen.

Helmut Schwanz vom BSC Zülpich wurde dann Stadtmeister der ersten offenen Meisterschaft und konnte diesen Titel in den Jahren 1983 und 1984 noch zweimal erringen. Josef Farle konnte in den folgenden Jahren noch fünfmal den Wanderpokal in Empfang nehmen und ist mit insgesamt 9 Titeln unerreicht. Auf dem besten Wege, diesen Rekord einmal zu brechen, ist der junge Jörg Undorf vom BC Winden, der bereits viermal Meister werden konnte und die letzten 2 Turniere 2004 und 2005 gewann. Jörg Undorf ist auch Inhaber von 2 Rekorden innerhalb dieser Meisterschaft. Im Jahre 2004 spielte er den höchsten GD mit 1, 685 und schon 1999 die höchste Serie von 15 Points. Rekordhalter der besten Partie ist der dreimalige Titelträger Helmut Bläser vom BSC Merzenich mit 3,750 Points aus dem Jahre 2004.

Waren in früheren Jahren Partien über 1,000 Points eine Seltenheit, so spielten bei der letzten Meisterschaft bereits 8 von 16 Teilnehmern eine Partie über 1,200 Points. Die Stadtmeisterschaft wird im Jubiläumsjahr zum 33.mal ausgetragen und ist, wie jedes Jahr, ein Höhepunkt der Spielsaison.

Die Bundesliga und der Pokal

„Sprung in die 2. Liga“

„BSC Merzenich schafft kleine Sensation“

So berichtete die Dürener Presse im Jahre 2001 über den Aufstieg der Merzenicher Billardspieler in die 2. Bundesliga.

Heinz Rosenbaum, Thomas Coenen, Helmut Bläser und Walter Marx verhalfen dem BSC Merzenich zum größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Heute spielt der Club zwar in anderer Besetzung, aber immer noch erfolgreich in dieser schweren Liga.

Nicht ganz so positiv war der Aufenthalt in der 2. Bundesliga für den BC Winden. Zwar schaffte er 2004 die Qualifikation, aber ein Jahr später erfolgte schon wieder der Abstieg.

Eine Erfolgsgeschichte der anderen Art schrieb der BSC Birkesdorf. Erstmalig nahm man 2003  an den Deutschen Pokalmeisterschaften im Dreiband teil. 48 Mannschaften traten im KO-System gegeneinander an. Die Birkesdorfer Spieler Heinz Niesen, Waldemar Filusch, Nico Theodorou  und Walter Marx konnten 2 Spielrunden gewinnen und waren dadurch unter den letzten 12 Mannschaften. Dabei schlugen sie in der Auftaktrunde den Titelverteidiger „Horster Eck“ und in der 2. Runde wurde der Erstligist  GK Feldmark geschlagen. Auch hier berichtete die Presse von einer Pokalsensation.

Die Jugend

Anders als beim Fußball oder Tennissport sind große Mitgliederzahlen von Jugendlichen beim Karambol-Billard eher eine Seltenheit. Billard kann zwar faszinierend sein, ist aber eine Randsportart. Jeder Jugendliche,  der für diesen Sport geworben wird, kann eine Bereicherung für jeden Verein sein. Durch intensives Training und weiter fördernde Maßnahmen können diese jungen Menschen nicht nur sportliche Erfolge erzielen, sondern darüber hinaus einmal wertvolle Mitglieder einer Gemeinschaft werden.

Bis dahin ist meistens ein langer Weg, allzu oft führen Umleitungen und Sackgassen nicht zum Ziel. Zu vielseitig sind heute die Freizeitangebote, die das Interesse beeinflussen. So mancher Übungsleiter kann von dieser Entwicklung ein trauriges Lied singen. Trotzdem lohnt es sich, obwohl Enttäuschungen nicht ausbleiben, auf dem Wege der Jugendarbeit weiter zu machen.               

Im Billard-Landesverband Mittelrhein, der in die 4 Kreisverbände Aachen, Heinsberg, Köln-Bonn und Düren gegliedert ist, hat der Kreisverband Düren in der Jugendarbeit immer eine wichtige Rolle gespielt.

In jeder Saison spielen die Jugendlichen um den Sieg bei Kreis-, Stadt- oder Landesmeisterschaften. Darüber hinaus konnten sich Spieler unseres Verbandes für die Teilnahme an Deutschen Meisterschaften qualifizieren.

So nahmen in den Jahren 1993 bis 2003 die Jugendspieler Björn Bauer, Guido Beelitz, Jörg Undorf, Jörg Weyer, Patrick Becker, Nico Filusch und Tobias Skora insgesamt 19 mal an diesen Meisterschaften teil.

Jörg Undorf, vom BC Winden, war mit dem Erringen der Bronzemedaille  im Jahre 1993, in der Disziplin Freie Partie, Jugendliche bis 15 Jahre, der Erfolgreichste. In den Jahren 1997 und 1999 folgten noch zwei 4. Plätze bei den Junioren in der Disziplin Dreiband. Eine hohe Auszeichnung erfuhr Jörg Weyer vom BSC Girbelsrath. Im Jahre 1996  wurde er in die deutsche Mannschaft berufen, die in den Niederlanden beim Internationalen „van Beem-Turnier“ einen 2. Platz errang. Mit seinen Vereinskameraden Björn Bauer, Roland Gehler und Thomas Rey war Jörg Weyer auch Teilnehmer der Deutschen Jugendmannschafts- Meisterschaft 1997.

Die Berufung in die Auswahlmannschaft des Mittelrheins war für die Spieler Guido Beelitz, Jörg Undorf und Jörg Weyer ein weiterer Höhepunkt.

Beim Bundes-Länder-Jugend-Turnier in den Jahren 1993, 1995 und 1996 wurden ein 3., 4. und 6. Platz erreicht.

All diese Erfolge erfüllen den Billard Kreisverband Düren mit einem gewissen Stolz und mit großer Freude. Ohne eine intensive Trainingsarbeit und Betreuung wären diese positiven Ergebnisse nur schwerlich zustande gekommen. Viele Jugendsportwarte des Kreises und in den Vereinen haben diese Erfolge möglich gemacht. Stellvertretend für alle soll hier der amtierende Jugendsportwart des Kreises, Severin Servos, genannt sein, der in den letzten 11 Jahren im Kreis sowie im Landesverband gute Arbeit geleistet hat.

Die Vereine

Bei der Europameisterschaft 1979  zählte der Billard Kreisverband Düren noch 15 Mitgliedervereine. Als im Jahre 1991 die Deutsche Billardunion die Struktur der Mitgliederbeiträge änderte, kamen viele kleinere Vereine in finanzielle Schwierigkeiten.

Obwohl die mitgliederstärksten Clubs über längere Zeit unterstützend eingriffen, blieben doch einige Vereine nach und nach auf der Strecke. Heute, im Jubiläumsjahr 2006, zählt der BKVD ca. 250 Mitglieder, die in sieben Vereinen beheimatet sind, und zwar: Bfr. Bad Münstereifel, BSC Birkesdorf, BSC Düren 58, BSC Girbelsrath, BSC Gürzenich, BSC Merzenich und BC Winden.

Spielten die Clubs früher überwiegend in Gaststätten, so ist man heute in der erfreulichen Lage, in kommunalen Einrichtungen oder anderen separaten Räumen in Ruhe zu trainieren, und Meisterschaften auf Kreis- und Landesebene auszurichten.

Die, die wir nicht vergessen sollten

Unzertrennlich mit dem BKVD verbunden ist der Name Faßbender. Wie schon erwähnt, war Martin Faßbender 1931 Mitgründer des Verbandes. Sein Sohn Herbert, der 1947 sein Erbe als 1. Vorsitzender antrat, sollte in der Zukunft die Dürener Billardwelt wesentlich beeinflussen. Viele der Billard-Großveranstaltungen in Düren fielen in seine Amtszeit als Präsident des Deutschen Billardbundes. Die Ehrenmitgliedschaft des BKVD, die ihm 1991 verliehen wurde, kann nur eine unzureichende Geste der Anerkennung um seine Verdienste für den Billardsport sein.

Wenn jemand 25 Jahre an der Spitze eines Verbandes steht, darf man annehmen,  dass er eine gut Arbeit geleistet hat. Als Kaspar Herper 1989 nach seiner langen Amtszeit seinen Vorsitz niederlegte, wurde er für seine Verdienste zum Ehrenvorsitzenden des BKVD ernannt.

Vorstandsmitglied Lambert  Muhr nahm die Ehrung vor und überreichte Urkunde und Plakette.

Wenn wir die Zeit in die 50- bis 60er Jahre zurückdrehen, so finden wir hier Namen, die einigen Billardspielern der heutigen Zeit noch bekannt sind. Ohne die Nennung dieser Persönlichkeiten wäre diese Niederschrift unvollständig, und so hat sich der Chronist bemüht, seine Erinnerungen wachzurufen. Unvergessen aus dieser und nachfolgender Zeit sind Namen wie Walter Decker, Willi Decker, Heinrich Faßbender,  Theo Swart, Walter Vöcklinghaus, Jakob Gohr, Toni Müller, Herrmann Buddatsch, Josef Ahns, Jakob Bodewig, Jean Brück, Hubert Wilms, Mathias Richarz, Hans Heidbüchel, Michael Claaßen, Josef Glasmacher, Männ Nelles, Peter Ramien, Hans Watti, Hubert Peters, Heinz Prümm, Kurt Friedemann, Josef Netten,  Karl Schmitz, Josef Maubach, Barthel Kuckertz, Josef Müller, Gerd Wolff, Peter Schwier, Hans Schnitzler, Peter Bücker, Helmut Schwanz, Conni Wierschowsky, Hubert Keutmann und Gottfried Schlierf.

Sie alle haben den Werdegang des BKVD positiv beeinflusst und werden in unserer Erinnerung immer eine würdigen Platz einnehmen.

Die Funktionäre

„Willst Du froh und glücklich sein, meide alle Ämter im Verein.“

Hätten die Mitglieder des Billard Kreisverbandes Düren in der Vergangenheit nach diesem Motto gehandelt, würden sie heute wohl kaum das 75jährige Jubiläum feiern können.

Immer hat es Billardfreunde gegeben, die zum Wohle des Sports Arbeit und Verantwortung übernommen haben. In den vergangenen 75 Jahren gab es dafür viele positive Beispiele.

Einige Mitglieder sind über 20 Jahre im Amt, und alle verdienen unseren Dank und unseren Respekt. Auch der Vorstand im Jubiläumsjahr besteht aus Billardspielern, die schon einige Jahre die Doppelbelastung VEREIN UND KREISVERBAND auf sich genommen haben.

Dieser Vorstand, in Zusammenarbeit mit einigen Vereinsmitgliedern, hat sich große Mühe gegeben, dieses Jubiläum zu einem schönen und freudigen Ereignis werden zu lassen.

Möge dieses Fest dazu dienen, den Zusammenhalt innerhalb unseres Kreisverbandes weiterhin zu stärken, damit wir auch in den nächsten Jahren hoffnungsvoll und zuversichtlich nach vorne blicken können.


Diese Chronik wurde von Bernd Hamacher zum 75-jährigen unseres Kreisverbands erstellt und in unserer Festschrift veröffentlicht. VIELEN DANK an dich, Bernd.

20.September 2007 Berthold Becker

 

Letzte Aktualisierung
Dienstag, 22. September 2009
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